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Veganoom im Emsland: Startup mit nachhaltigem Geschäftsmodell

 

Freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit: Michael Schnaider (it.emsland), Fatima Wellnitz, Gazzan Fakih (beide Veganoom) vor dem Technologie- und Gründerzentrum IT-Zentrum Lingen.Gazzan Fakih und Fatima Wellnitz haben die Handelsplattform „Veganoom“ gegründet. Die Lingener Geschwister bringen Verbraucher:innen und Hersteller veganer Produkte online zusammen und setzen dabei auf eine nachhaltige Lieferkette. Wie kann das funktionieren?

Der Trend zu einer komplett veganen Lebensweise ist ungebrochen. Laut Statista gab es im Jahr 2021 1,4 Millionen Menschen in Deutschland, die auf den Konsum tierischer Produkte verzichten. Verglichen mit dem Jahr 2017 liegt der Zuwachs bei 66 Prozent. Der Markt um die vegan lebende Kundschaft ist hart umkämpft. Neben etablierten Unternehmen, die ihre bisherige Produktlinie um vegane Angebote erweitern, gibt es viele Startups, die vegane Lebensmittel, Kosmetika oder Haushaltswaren herstellen.

 

Startup unterstützt Startups 

 

Fakih und Wellnitz haben „Veganoom“ gegründet, um Startups eine Vertriebsplattform zu bieten, die anders arbeitet als andere Plattformen. „Wir möchten erreichen, dass jedes Startup mit einer guten Idee eine Plattform bekommt, auf der wir gemeinsam einen Beitrag zu einer nachhaltigen Welt leisten“, so Gazzan Fakih. Die Startups sollen sich nicht um Sichtbarkeit, Vertrieb und Logistik ihrer Produkte kümmern. Hier sehen Fakih und Wellnitz „Veganoom“ als Partner für Startups mit geringer Durchschlagskraft. Gemeinsam wachsen, aber mit Nachhaltigkeit, so lautet das Motto.

 

Impuls durch it.emsland

 

Gerade zu Beginn einer Geschäftsidee müssen Nerven und Umsetzungswille stark sein. Denn nicht alle, denen man von der Geschäftsidee erzählt, sprechen Mut zu. Diese Erfahrung haben auch die Geschwister gemacht, wie Gazzan Fakih berichtet: „Man bringt seine Ideen auf´s Papier, legt motiviert los. Wenn man dann Input von außen haben möchte, erntet man eher Zweifel und Kritik, dann wird die eigene Vision auf eine harte Probe gestellt. Wir haben aber weiterhin fest daran geglaubt und solche Kritiken eher als Verbesserungsvorschläge gesehen.“ Ein Mentorengespräch mit den Digitalisierungscoaches von it.emsland brachte dem Vorhaben einen zusätzlichen Schub. In einem mehrstündigen Termin wurde die Geschäftsidee analysiert, Stärken und Schwächen besprochen und die Zukunftspotenziale identifiziert. „Das war der Punkt, wo wir festgestellt haben: Wir liegen genau richtig, wir müssen weitermachen“, so Fatima Wellnitz.

 

Für Michael Schnaider, Geschäftsführer der it.emsland, sind solche Schlüsselerlebnisse nicht selten: „Wir sehen häufig, dass Gründer:innen von Startups Orientierung und Zuspruch für ihr Vorhaben benötigen. Insbesondere eine positive Begleitung durch ihr unmittelbares Umfeld fehlt manchmal“, so Schnaider. Dabei sei eine systematische und ehrliche Analyse des Geschäftsmodells, insbesondere bei Digital-Startups, das A und O.

 

Auch die Logistik nachhaltig gedacht


Aus Sicht des Gründerteams Fakih und Wellnitz ist die Logistik ein relevantes Bindeglied zwischen Verbrauchern und Herstellern mit nachhaltigem Daumen. Denn genau hier unterscheidet sich ihrer Ansicht nach das Konzept Veganooms von anderen Handelsplattformen. Gazzan Fakih: „Die Kundschaft bekommt die Produkte unterschiedlicher Hersteller in einem einzigen Paket von uns zugeschickt. Es entsteht weniger Verpackungsmüll und es ist nur eine einzige Lieferung notwendig.“ Dadurch sei auch das nachhaltige Werteversprechen von Veganoom beim Liefer- und Zustellprozess gewährleistet. Einige Wettbewerber haben bereits angefragt, wie dieses Logistik-Konzept genau funktioniert. Doch darüber schweigt sich das Geschwisterpaar aus. Betriebsgeheimnis, versteht sich.


Veganoom nutzt künftig Mentorenprogramm von it.emsland


Mit dem Wachstum eines Startups stoßen Gründer:innen auf immer neue Herausforderungen, die souverän gemeistert werden müssen. Daher will „Veganoom“ das Angebot eines begleitenden Mentorings durch it.emsland weiterhin nutzen. Wellnitz und Fakih sind froh, Ansprechpartner im eigenen Landkreis und damit vor der eigenen Haustür zu haben. „Wir wollen mithilfe eines Mentorings den Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen möglichst ohne schmerzhafte Stolpersteine gehen. Ehrliche Feedbacks von den Digitalisierungscoaches der it.emsland sind aus unserer Sicht daher unverzichtbar“, so Wellnitz.

Michael Schnaider wiederum freut sich über den Vertrauensvorschuss und sieht in der Begleitung eines Digital-Startups wichtige Synergie-Effekte. „Unsere Region muss ein optimales Umfeld für Gründungen und Digital-Startups bieten. Wenn wir als it.emsland einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, dass sich Startups bei uns ansiedeln, kommt es auch unserer Region zugute.“

 

Weitere Informationen zu Angeboten für Gründer:innen von Digital-Startups erhalten Interessierte regelmäßig über den kostenfreien Newsletter von it.emsland.